Wiederaufleben des Do-It-Yourself-Lebensstils

Für ihr wertschöpfendes Engagement in der Luzerner Kunst- und Kulturszene gewann das LABOR Luzern Anfang Dezember einen der begehrten Zentralschweizer Förderpreise von Migros Kulturprozent. Diese Anerkennung der Migros ist nur eines von vielen Zeichen, dass der Do-It-Yourself-Lebensstil momentan seinen zweiten Frühling erlebt. 

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Photo: FELIX BÄNTELI/LABOR Luzern

Im Zeitalter der Überdigitalisierung wollen Jung und Alt wieder vermehrt selbst die Dinge in die Hand nehmen und erforschen; eine Veränderung, die Hand in Hand mit der Ideologie von LABOR Luzern geht: Die Auseinandersetzung mit zeitgenössischen Medien und das Nachdenken darüber führt unsere Gesellschaft über verschiedene Disziplinen, und somit zu einem Umdenken und einem ökonomischen und ökologischen Bewusstsein im Umgang mit ihnen.

In einer unscheinbaren Holzbaracke hinter dem Bahnhof Luzern treffen sich jeden Mittwochabend Künstler, Denker und Macher zum Austausch von Wissen über die neuen Medien. „Hackspace“ nennt sich die elektronische Werkstatt des LABORs, die jeden Mittwochabend ab 20 Uhr stattfindet. So unterschiedlich wie die Besucher sind auch die Projekte, an denen im selben Raum gearbeitet wird. Ob an der Restaurierung 800-jähriger Vasen oder dem Zusammenbauen eines 3D-Druckers – im LABOR Luzern sind dem Tun und Schaffen der sogenannten „Maker“ keine Grenzen gesetzt.

Durch die lockere Stimmung, die entspannte Atmosphäre und die Professionalität in der offenen Werkstatt sorgt das LABOR auch gleichzeitig für mehr Offenheit und weniger Berührungsängste gegenüber den zeitgenössischen Medien.

Nebst dem Arbeiten an eigenen Projekten wird auch der Austausch zwischen Kultur, Technologie, Kunst und Wissenschaft aktiv gefördert, so zum Beispiel mit unregelmässig organisierten Workshops und Weiterbildungskursen, die unter dem Motto „Open Sources“ stattfinden. Die Workshops sollen unter anderem auch als eine Ergänzung dienen zu dem Wissen, welches in Schulen vermittelt wird.

Die „Open Sources“-Ideologie ist ein wichtiger Grundsatz des LABORs: Das Offenlegen, Teilen und Aktualisieren von Wissen ist ihnen ein grosses Anliegen, denn nur so könne man die Kreativität und die Entwicklung eigener Ideen fördern, so Felix Bänteli, Kultur- und Technikvermittler des LABORs und Geschäftsführer der Schweizerischen Gesellschaft für Mechatronische Kunst (SGMK).

Auch in der Kunstszene Luzerns ist das LABOR bereits ein wichtiger Bestandteil. Unter dem Namen „Jurassic Laboratory“ veranstaltet es jedes Jahr grössere und kleine Festivals. Auch Vorträge, Konzerte und Diskussionen sollen spielerisch einen humanistisch-, gesellschaftlich- und kulturell relevanten Dialog zwischen Technik und Kunst entstehen lassen. Die „Jurassic Laboratory“-Veranstaltungen werden vor Allem von Daniela Schmidlin organisiert, die für die Events und Forschung zuständig ist.

Der dritte Verantwortliche vom LABOR ist der Grafiker Patrick Rohner. Durch die unterschiedlichen Backgrounds des LABOR-Trios sorgen sie für genügend Diversität in der Auswahl neuer Ideen für Workshops und Weiterbildungskurse, und bieten zusätzlich eine breite Palette an Fachwissen zu zeitgenössischen Medien.
Auch für das kommende Jahr 2014 ist das junge und dynamische Trio bereits motiviert und voller Tatendrang. Trotz den zahlreichen Ideen, die sie bereits ausgearbeitet haben, sind sie auch weiterhin sehr dankbar für die Meinungen und Vorschläge von Aussenstehenden – schliesslich soll auch das LABOR selbst „open source“ bleiben.

Mehr Informationen und zukünftige Termine zum LABOR Luzern findet ihr auf ihrem Blogspot oder auf ihrer Facebook-Seite.

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Eine leicht abgeänderte Version dieses Artikels findet ihr auch auf tink.ch

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